Makulaerkrankungen

Erkrankungen der Makula können behandelt und aufgehalten werden und es besteht die Möglichkeit, das verlorene Sehvermögen wiederherzustellen.

Was ist die Makula?

Als „Makula lutea“  (gelber Fleck) bezeichnet man das Netzhautzentrum.  An dieser Stelle hat die Netzhaut das höchste Auflösungsvermögen. Durch die hohe Dichte an speziellen Sehzellen ermöglicht die Makula uns das Erkennen von Gesichtern, das Lesen und und das Farbensehen. Erkrankungen der Makula gehen daher in der Regel mit einer merklichen Sehverschlechterung einher.

Makuladegeneration

Die Makuladegeneration ist die dritthäufigste Augenerkrankung nach dem grauen Star (Katarakt) und dem grünen Star (Glaukom). In Deutschland sind mehr als 4 Millionen Menschen betroffen.

Betroffene bemerken Verzerrungen und Verschwommensehen im Zentrum des Gesichtsfeldes. Da die Erkrankung nur das Netzhautzentrum betrifft, bleibt allerdings auch bei schweren Verläufen das periphere Sehen und somit die Orientierung im Raum erhalten. Die Hauptursache der Makuladegeneration sind Alterungsvorgänge des Sehzentrums. Rauchen und Bluthochdruck können dazu führen, dass die Makuladegeneration früher auftritt. Auch eine familiäre Häufung wird bei der Makuladegeneration beobachtet.

Der Augenarzt erkennt Anzeichen der Makuladegeneration im Rahmen einer klinischen Untersuchung, bei der die Netzhautmitte mit Hilfe einer speziellen Lupe untersucht wird.

Eine genauere Diagnostik erlaubt die optische Cohärenztomographie (OCT), bei der die Netzhautmitte mittels Laserlicht bis auf die zelluläre Ebene visualisiert werden kann.Die Untersuchung erfolgt berührungsfrei und wird vor allem bei der Verlaufsbeurteilung der AMD eingesetzt.

Krankhafte Blutgefäße, welche im Rahmen der AMD entstehen können werden, werden durch eine Farbstoffuntersuchung nachgewiesen (Fluoreszenzangiographie). Bei dieser Untersuchung wird ein spezieller Farbstoff über eine Vene am Arm injiziert und die Gefäße am Augenhintergrund mit einer speziellen Kamera aufgenommen. Die Augenklinik Regensburg verwendet für eine bessere und schonendere Diagnostik keine konventionelle Funduskamera sondern eine Laser Scanning Angiographie. Diese Untersuchung kann mit weniger Farbstoff erfolgen und erlaubt eine hochauflösende und detailliertere Diagnostik.

Zwei verschiedene Verlaufsformen werden bei der Makuladegeneration unterschieden.


„Trockene AMD“

Knapp 90% aller Betroffenen leiden unter einer trockenen AMD. Bei dieser Form der Makuladegeneration bildet sich die Zellschicht (retinales Pigmentepithel), welche die Sehzellen in der Netzhautmitte ernähren, langsam zurück. Die Sehfähigkeit nimmt im weiteren Verlauf ab und Ausfälle im zentralen Gesichtsfeld können entstehen.


„Feuchte AMD“

Obwohl nur 10% der Erkrankungen auf die „feuchte“ AMD entfallen, ist sie in 90% der Fälle für eine schwere Sehverschlechterung im Rahmen der AMD verantwortlich. Die feuchte AMD entwickelt sich in den meisten Fällen aus einer trockenen AMD. Durch eine Schädigung des Zellverbandes des retinalen Pigmentepithels wachsen krankhafte Blutgefäße aus der Aderhaut in die Netzhaut. Diese brüchigen Blutgefäße führen zu Schwellungen der Netzhautmitte. Auch Blutungen mit einer Vernarbung des Sehzentrums können entstehen. Die feuchte Makuladegeneration schreitet in der Regel schneller fort als die trockene Form.

Auch wenn eine Heilung bei der feuchten Makuladegeneration nicht möglich ist, so kann der Krankheitsverlauf zumindest aufgehalten oder verlangsamt werden. Bei der Behandlung werden spezielle Medikamente (VEGF Inhibitoren) eingesetzt, welche das krankhafte Gefässwachstum unterdrücken. Diese werden unter sterilen Bedingungen mit einer feinen Nadel in den Glaskörperraum im Augeninneren injiziert.

Normales Gesichtsfeld

Erste Anzeichen einer AMD

Fortgeschrittenes Stadium einer feuchten AMD

Das Amsler-Gitter – Ihr erster Selbsttest auf eine Netzhauterkrankung

Der Amsler-Gitter-Test ist sehr hilfreich, um auffällige Anzeichen einer Netzhauterkrankung festzustellen bzw. den Verlauf zwischen ärztlichen Behandlungen zu kontrollieren.

Normales Sehen

Krankhaftes Sehen

So wird der Amsler-Gitter-Test korrekt durchgeführt:

  • Wenn Sie eine Brille oder Kontaktlinsen verwenden, benutzen Sie diese bitte auch beim Test.
  • Testen Sie das rechte und das linke Auge getrennt – halten Sie z. B. das andere Auge mit der Hand zu.
  • Halten Sie das Amsler-Gitter auf Lesedistanz (ca. 30 cm).
  • Fixieren Sie den schwarzen Punkt in der Mitte.
  • Beurteilen Sie nun, wie die Linien rund um den schwarzen Punkt aussehen.
  • Wiederholen Sie den Test mit dem anderen Auge.

Sehen Sie verzerrte, verbogene oder verschwommene Linien oder erscheinen Ihnen die Linien unterbrochen oder fehlen sie sogar ganz, sollten möglichst zeitnah Ihren Augenarzt aufsuchen. Erwähnen Sie bei der Terminvereinbarung die Dringlichkeit!

Epiretinale Gliose (OCT Aufnahme)

Makula nach operativer Entfernung der Gliose (OCT Aufnahme)

Epiretinale Gliose oder Macular Pucker

Die epiretinale Gliose (Macular Pucker) wird durch Veränderungen des Glaskörpers verursacht. Die Ablösung der Glaskörpergrenzmemebran von der Netzhautmitte kann zur Bildung einer Bindegewebsschicht (Gliose) auf dem Sehzentrum führen.

Die Gliose besteht aus einer dünnen Membran, die sich über dem zentralen Bereich der Netzhaut bildet, der sogenannten Macula. Wenn sich diese Membran zusammenzieht und schrumpft, führt dies zu einer fortschreitenden Faltenbildung im Bereich der Makula, Betroffenen bemerken Verzerrungen (Metamorphopsien) und eine Verschlechterung der zentralen Sehschärfe.

Eine medikamentöse Behandlung der epiretinalen Gliedes ist derzeit nicht möglich. Die Membran kann aber im Rahmen einer Operation (Vitrektomie) entfernt werden. Eine Verbesserung des Sehvermögens erfolgt langsam über die folgenden Monate.

Makulaforamen (OCT Aufnahme)

Makulaforamen nach erfolgreicher Operation (OCT Aufnahme)

Makulaforamen oder Makulaloch

Bei einem Makulaforamen handelt es sich um einen Defekt der Netzhaut an der Stelle des schärfsten Sehens, der Makula: Nur im Sehzentrum besitzt die Netzhaut ein Auflösungsvermögen, dass es und erlaubt Gesichter zu erkennen und zu lesen.

Ursache für ein Makulaforamen sind in den meisten Fällen Zugkräfte am Netzhautzentrum, ausgelöst durch degenerative Veränderungen des sogenannten Glaskörpers. Dieses durchsichtige Gel füllt den Augapfel aus und unterliegt einem altersbedingten Schrumpfungsprozess. Betroffen sind meist Patienten über 60 Jahren. Frauen erkranken dabei häufiger als Männer. In bis zu 10% der Patienten erkranken beide Augen im Laufe des Lebens.

Wie bei den meisten Erkrankungen der Makula berichten Patienten zunächst über ein Verzerrtsehen, sogenannte Metamorphopsien. Später bemerken die Patienten eine Herabsetzung der Sehschärfe oder eine unscharfe Stelle im zentralen Gesichtsfeld. Unbehandelt kommt es in den meisten Fällen zu einer Größenzunahme mit einer weiteren Sehverschlechterung.

Größere Makulalöcher können häufig im Rahmen einer klinischen Untersuchung vom Augenarzt mit Hilfe einer Lupe erkannt werden. Eine genauere Untersuchung mit einer präzisen Darstellung des entstandenen Defekts erlaubt die sogenannte optische Cohärenztomographie (OCT Untersuchung).

Die Behandlung des Makulalochs erfolgt durch einen operativen Eingriff. Im Rahmen einer Vitrektomie wird der Glaskörper über 3 winzige Zugänge mit einem Durchmesser von ca. 0.5 mm Durchmesser (23 G oder 25 G) entfernt und im Rahmen der Operation Zugkräfte am Netzhautzentrum gelöst. Diese Zugänge dichten sich nach der Operation in der Regel von alleine ab und müssen nicht genäht werden. Anschließend wird die Netzhaut mit Hilfe einer Gasblase wieder an ihre Unterlage gedrückt.

Ein Verschluss des Makulalochs erfolgt in der Regel innerhalb weniger Wochen. Eine Verbesserung des Sehvermögens erfolgt langsam über die folgenden Monate.

Bei sehr kleinen Löchern ist es gelegentlich möglich Zugkräfte des Glaskörpers mit Hilfe eines speziellen Medikamtes, welches in den Glaskörperraum injiziert wird, zu lösen und das Loch zu verschließen.

Auch wenn ein Makulaforamen schon länger besteht und das Sehen schon deutlich eingeschränkt ist, kann die Operation dennoch eine Verbesserung des Sehens bewirken.

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

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Gut zu wissen:
Die Behandlung von Makulalöchern und epiretinalen Gliosen gehören zu operativen Schwerpunkten unserer Klinik.

Augenklinik und Augenärzte MVZ Regensburg

BAG Prof. Andreas Remky
Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Herrmann

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